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Die 10 schönsten Strände Marokkos

Marokko hat zwei Küsten: den Atlantik im Westen (Agadir, Essaouira, Dakhla) und das Mittelmeer im Norden (Tetouan, Al Hoceïma). Der Atlantik ist die stärkere Strandgestalt — Wind, Wellen und dramatische Klippentopographie. Essaouira ist weltweit als Windsurfdestination bekannt; Dakhla in der Westsahara gilt als einer der besten Kitesurforte der Welt. Wassertemperaturen im Atlantik: 16 bis 22 Grad (kühl durch den Kanarenstrom), im Mittelmeer 20 bis 26 Grad. Beste Reisezeit: April bis Oktober.

1. Plage Blanche, Guelmim

Plage Blanche (Weißer Strand) liegt 60 Kilometer von Guelmim entfernt, nur über eine Piste erreichbar: 40 Kilometer weißer Sandstrand, komplett unberührt, ohne eine einzige Betonanlage. Einer der längsten unentwickelten Strände Afrikas. Wildkamele streifen durch die angrenzenden Dünen. Vierradantrieb und Wasservorrat sind obligatorisch.

2. Agadir Beach

Agadir ist Marokkos Haupt-Strandtouristenziel: ein zehn Kilometer langer goldfarbener Sandstrand in einer Bucht, bewacht und gut erschlossen. Der Atlantikwind macht das Wasser kühler als in Mittelmeerresorts (18 bis 22 Grad), aber der Strand selbst ist breit, sauber und familienfreundlich. Die Stadt wurde 1960 durch ein Erdbeben zerstört und danach als Touristenort wiederaufgebaut.

3. Essaouira Beach (Strand von Essaouira)

Essaouira ist eine Windsurfer- und Kitesurf-Mekka: der Atlantikwind (Alizé) weht nahezu konstant 20 bis 30 Knoten. Der breite Sandstrand vor der Medina ist spektakulär fotografisch. Windsurfen ist hier einfacher als der Kitesurfen (weniger Hindernisse am langen Strand). Die blaue und weiße Medina ist UNESCO-Weltnaturerbe.

4. Plage Des Sablettes, Nador (Mittelmeer)

Plage Des Sablettes liegt in der Lagune von Nador an der Mittelmeerküste: ruhiges, warmes Wasser (24 bis 26 Grad im Sommer), weißer Sand, kaum touristisch erschlossen. Nador ist hauptsächlich eine industrielle Hafenstadt; dieser Strandabschnitt ist der überraschende Kontrast.

5. Plage de la Côte des Moulins, Mehdia

Mehdia liegt 40 Kilometer nördlich von Rabat. Der Atlantikstrand hier ist lang und breit: sandfarben, mit moderaten Wellen für Surfer. Die Festung Mehdia aus dem 17. Jahrhundert überragt den Strand von einer Klippe.

6. Plage Sidi Boughaba, Kénitra

Sidi Boughaba liegt nahe Kénitra, nördlich von Rabat: ein breiter Atlantikstrand mit einem nahegelegenen Vogelreservat (Sidi Boughaba-See), wo Flamingos rasten. Weißer Sand, Naturschutz-Atmosphäre, kaum internationale Touristen.

7. Plage de Mannesmann, Casablanca

Casablanca hat keine traditionellen Tourismus-Strände; Mannesmann ist der bekannteste Stadtstand. Das Wasser des Atlantiks ist hier 18 bis 20 Grad, die Brandung gelegentlich kräftig. Als Ergänzung zu einem Casablanca-Stadtbesuch nützlich.

8. Plage Al Hoceïma, Rif-Region

Al Hoceïma liegt im Rif-Gebirge an der Mittelmeerküste: türkisfarbenes Wasser, weiße Klippen, eine der ursprünglichsten Städte Nordmarokkos. Der Nationalpark Al Hoceïma schützt die angrenzenden Küstenabschnitte. Warmes Mittelmeerwasser (24 bis 26 Grad), wenig Massentourismus.

9. Plage de Tikkit, Rissani-Region

Tikkit gehört zu den atlantischen Stränden der Agadir-Region, südlich der Haupttouristenzone: wenig entwickelt, ruhiges Wasser, lokale Atmosphäre. Einen halben Tag Autofahrt entfernt von der Touristenachse Agadirs.

10. Dakhla Strand, Westsahara

Dakhla liegt auf einer langen Nehrung in die Atlantikbucht der Dakhla-Lagune: flaches, windgeschütztes Wasser auf einer Seite und offener Atlantik auf der anderen. Der konstante Nordostwind und die flache Lagune machen Dakhla zu einem der besten Kitesurf-Orte weltweit. Kaum Tourismus außerhalb der Kitesurfer-Szene.

Marokkos Atlantikküste: Surfszene und Wellencharakter

Der marokkanische Atlantik hat einen anderen Charakter als das Mittelmeer: Grunddünung aus dem offenen Atlantik erzeugt regelmäßige Wellen, Kaltströmungen halten das Wasser kühl (16 bis 20 Grad), und der Alizé-Wind bläst konstant von Norden. Die Kombination aus Wind und Wellen macht die Küste zwischen Agadir und Sidi Ifni zu einem der aufkommenden Surf-Reiseziele Europas. Imsouane (nördlich von Agadir) hat eine der längsten ridebaren Wellen der Atlantikküste: bei optimalem Swell bis zu 700 Meter lange Rechtswelle, für mittlere Surfer ideal. Taghazout (nördlich von Agadir) ist das bekannteste Surfcamp-Zentrum; Anchor Point und Killer Point sind anspruchsvollere Spots für erfahrene Surfer.

Für Windsurfer und Kitesurfer: Essaouira und Dakhla sind die Hauptdestinationen; der Wind ist konstanter und stärker als in den meisten europäischen Windsurfregionen.

Reisehinweise

Agadir hat Direktflüge aus Deutschland. Marrakech ist drei Stunden über den Tizi n'Test-Pass entfernt. Marokko ist kein visumspflichtiges Land für EU-Bürger (bis 90 Tage). Das Wasser des Atlantiks ist kalt; Neoprenanzug für Surfer empfehlenswert. Beste Strandzeit: Juni bis September für Schwimmbedingungen; September bis April für Surf-Bedingungen. In der Ramadan-Zeit (Datum variiert jährlich) können einige Restaurants und Services eingeschränkt sein.

Auf der Karte erkunden

Alle marokkanischen Strände — von Dakhla bis Tetouan — sind auf der interaktiven Karte eingetragen. Der Marokko-Filter zeigt beide Küsten im Vergleich.