Die 10 schönsten Strände in Griechenland
Griechenland besitzt eine der längsten Küstenlinien Europas – mehr als 13.000 Kilometer, verteilt auf das Festland und über 200 bewohnte Inseln. Diese Vielfalt spiegelt sich in den Stränden wider: feiner weißer Quarz, schwarzer Vulkansand, rosa Muscheln, türkisfarbene Lagunen und dramatische Kalksteinklippen. Die folgende Auswahl führt quer durch das Ägäische und das Ionische Meer und benennt jene Orte, die Reisende immer wieder zurückkehren lassen.
1. Myrtos Beach, Kefalonia
Myrtos gilt als einer der meistfotografierten Strände Griechenlands und liegt auf der westlichen Seite Kefaloniás, eingebettet zwischen zwei 300 Meter hohen Kalksteinwänden. Das Wasser wechselt je nach Tageszeit zwischen einem tiefen Kobaltblau und leuchtendem Türkis. Der Strand selbst besteht aus großem weißen Kalksteinkies, kein feiner Sand – wer barfuß laufen möchte, braucht Wasserschuhe. Der Zugang führt über eine steile Serpentinenstraße; die Parkplätze sind in der Hochsaison zwischen Juli und August schnell belegt. Die Wellen können nachmittags kräftig werden, da der offene Atlantikwind von Nordwesten einfällt.
2. Navagio Beach, Zakynthos
Navagio, auch Schiffswrackstrand genannt, ist nur per Boot erreichbar und liegt in einer von senkrechten Kreidefelsen umrahmten Bucht im Nordwesten Zakynthos'. Das Wrack des Schmugglers „Panagiotis", gestrandet im Oktober 1980, liegt im weißen Sand und hat den Strand weltberühmt gemacht. Die Überfahrt von Porto Vromi oder Agios Nikolaos dauert etwa 15 Minuten. Die Bucht ist von Frühjahr bis Oktober zugänglich; im Sommer ankern bis zu 50 Ausflugsboote gleichzeitig. Klettersteiggeher kennen den Aussichtspunkt oberhalb des Felsens, von dem sich der vielleicht berühmteste Blick Griechenlands öffnet.
3. Elafonissi Beach, Kreta
Am südwestlichen Zipfel Kretas liegt Elafonissi, bekannt für seinen puderzuckerfeinen Sand, der je nach Lichteinfall rosa schimmert – ein Effekt aus zerriebenen Korallen und roten Algen. Eine Sandbank trennt den Hauptstrand vom gleichnamigen Inselchen, das man bei Ebbe zu Fuß durchwaten kann. Das Wasser in der Lagune ist flach und warm, ideal für Kinder und Schnorcheleinsteiger. Elafonissi liegt 76 Kilometer westlich von Chania; die Buslinie von Chania fährt in der Saison täglich. Wintertage im Oktober und November sind ruhiger und bieten ebenfalls angenehme Wassertemperaturen.
4. Sarakiniko Beach, Milos
Sarakiniko auf der Insel Milos gleicht einer Mondlandschaft: weiß gebleichte Vulkanskuppen, durch Wind und Salzwasser zu runden, sculpted Formen poliert, fallen direkt ins Meer. Der schmale Sandstreifen ist klein, doch die Felsformation zieht Taucher, Klippenspringer und Fotografen gleichermaßen an. Das Wasser ist kristallklar und oft ruhig, da die Bucht nach Norden ausgerichtet ist und bei Südwind als natürlicher Hafen fungiert. Milos liegt 130 Kilometer südlich von Piräus und ist per Fähre oder Kurzflug erreichbar; Sarakiniko befindet sich fünf Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Adamas.
5. Balos Lagoon, Kreta
Balos im Nordwesten Kretas, auf der Halbinsel Gramvousa, ist eine flache Lagune mit türkisem Wasser und blendend weißem Sandboden. Die Halbinsel ist nur per Fährboot von Kissamos oder über eine 8 Kilometer lange unbefestigte Piste erreichbar, was den Massentourismus etwas dämpft. Das Wasser erwärmt sich durch die geringe Tiefe schnell auf über 25 Grad. Von der Anhöhe des Fußweges bietet sich eine der bekanntesten Küstenveduten der Ägäis. In der Hochsaison empfiehlt sich ein früher Start, um die besten Plätze zu sichern.
6. Lalaria Beach, Skiathos
Lalaria liegt an der Nordküste Skiathos' und ist ausschließlich per Boot zugänglich. Der Strand besteht aus glatt geschliffenen ovalen Kieselsteinen, die beim Wellenrückzug ein charakteristisches Rauschen erzeugen. Das Wasser ist von einer ungewöhnlichen Tiefenklarheit; Taucher finden in den angrenzenden Seehöhlen, wie der berühmten Blauen Grotte, herausragende Sichtweiten. Skiathos-Boottagestouren kombinieren Lalaria meist mit drei oder vier weiteren abgelegenen Buchten. Die Saison läuft von Mai bis Oktober; Stürme aus dem Norden können die Anlandung gelegentlich verhindern.
7. Porto Katsiki, Lefkada
Porto Katsiki auf der Westseite Lefkadas gilt als einer der schönsten Strände Ioniens. Senkrechte weiße Kalksteinfelsen fallen direkt auf schmalen Strand und klarblaues Wasser. Der Zugang über eine lange Treppe, die den Felshang hinabführt, ist anstrengend – gibt aber den Blick auf eine spektakuläre Bucht frei, die oft auf Griechenland-Bestsellerlisten erscheint. Lefkada ist als einzige Ionische Insel über eine Hebebrücke mit dem Festland verbunden, was Anreise und Logistik vereinfacht. Die beste Zeit ist September, wenn die Temperaturen moderat und die Menschenmassen spärlicher sind.
8. Voidokilia Beach, Peloponnes
Voidokilia ist ein nahezu kreisrunder Strand im Südwesten des Peloponnes, eingebettet in ein flaches Dünensystem innerhalb des Naturschutzgebiets Gialova-Lagune. Die hufeisenförmige Bucht mit hellem Sand und klarem Wasser gilt als naturgeschütztes Gebiet; kommerzielle Aktivitäten sind stark eingeschränkt, was Voidokilia seinen wilden Charakter bewahrt hat. Die Bucht liegt drei Kilometer nördlich von Pylos; oberhalb thronen die Ruinen von Schloss Navarino. Zugänglich über einen 20-minütigen Fußweg durch das Sanddünensystem.
9. Simos Beach, Elafonisos
Elafonisos ist eine kleine Insel vor dem südlichen Peloponnes, erreichbar per Fähre in fünf Minuten von Pounta. Der Simos-Strand besteht eigentlich aus zwei getrennten Stränden – einem Ost- und einem Westteil –, die von einer schmalen Dünenlandzunge verbunden werden. Das Wasser ist außergewöhnlich flach und warm, der Sand außergewöhnlich fein. In der Hauptsaison Juli und August kommen griechische Familien und Segler in großer Zahl; außerhalb der Saison ist die Insel nahezu menschenleer.
10. Seychelles Beach, Ikaria
Der sogenannte Seychelles Beach auf Ikaria, auch Seychelles-Bucht oder Kap Papas genannt, liegt im Nordosten der Insel und ist für griechische Verhältnisse noch relativ unbekannt. Der Strand kombiniert türkisblaues Wasser mit Granitfelsen und kleinen Sandtaschen. Die Anfahrt über schlechte Straßen und ein längerer Fußweg halten den Andrang gering. Ikaria hat seit Jahren den Ruf einer der Longevity-Inseln Griechenlands; die entspannte Lebensweise spiegelt sich auch im ruhigen Strandbesuch wider. Die Wassertemperatur bleibt bis Ende Oktober angenehm.
Die interaktive Karte aller griechischen Strände
Griechenlands Strandvielfalt ist enorm – von den großen Touristenzentren bis zu kaum markierten Buchten auf entlegenen Inseln. Wer die Lage der genannten Orte erkunden, weitere Geheimtipps finden oder die eigene Route planen möchte, findet auf Zur Karte eine vollständige interaktive Übersicht. Die Karte erlaubt das Filtern nach Insel, Bodenbelag und Zugänglichkeit und hilft dabei, den richtigen Strand für jeden Reisestil zu finden.